Ski: Endlich wirds kalt!

von | Sport & Outdoor

Die Temperaturen sinken, doch ehe du dir davon die Laune vermiesen lässt, sattelst du bei den Outdoor-Aktivitäten besser um. Also ab auf die Ski! Aber auf welche? 

Ski Winter Schnee Berge

Der Klimawandel ist auch im Winter deutlich zu spüren, es fällt generell weniger Schnee, die Nullgrad-Grenze verschiebt sich nach oben – aber noch ist das Skivergnügen über mehrere Monate hinweg möglich. Und zwar gerade in der Schweiz mit ihren vergleichsweise vielen hohen Regionen und Bergen. Was gilt es beim Kauf von Ski zu beachten, in welchen Einsatzgebieten bist du unterwegs – und was hat es mit der «roten Sau» auf sich?

carvingski

Ein Blick in die Geschichte

Keine Angst, ich fange nicht im Mittelalter und im norwegischen Telemarken an. Es geht um die jüngere Geschichte des alpinen Skifahrens – und die begann, als in den 1990er-Jahren die Carvingski auf den Markt kamen. Sie waren stärker tailliert, machten das Fahren zwar einfacher – aber wegen ihrer Fliehkräfte in den Kurven auch gefährlicher. Der legendäre Atomic-Carver wurde von österreichischen Skirennfahrern wegen der Verletzungsgefahr wenig liebevoll «die rote Sau» genannt. Mittlerweile haben sich Carvingski komplett durchgesetzt – und es gibt mehr Farben als rot…

Es kommt auf den Radius an

Die klassischen Carver sind weiterhin die am meisten genutzte Modelle, wenn du auf präparierten Pisten unterwegs bist. Sie sind im Prinzip in drei Gruppen unterteilt, bei denen es in erster Linie um den Kurvenradius geht, für den sie gebaut sind: Slalom-Carver sind kürzer und haben einen Radius von 11 bis 13 Meter, Race-Carver (16 m) sind regelrechte Rennmaschinen – und dazwischen sorgen Sport-Carver für das ideale Mittelmass. Sie sind unter der Bindung oft auch etwas breiter als die beiden anderen Modelle, was den Ski stabiler macht.

Der Ski für alle Fälle

Du magst die Piste, lässt dich aber auch gerne immer wieder mal vom Tiefschnee im unpräparierten Gelände verlocken? Dann sind die sogenannten Allmountain-Modelle richtig. Sie haben einen Radius von etwa 17 Metern, sind mit bis zu 95 Millimetern breiter als die Alpinski (70 mm), was im tiefen Schnee für mehr Auftrieb sorgt. Was aber auch mehr Gewicht mit sich bringt, weshalb sie etwas schwerfälliger sind. Da die Taillierung aber gleich wie beim klassischen Carver ist, sind sie auf der Piste ebenso drehfreudig.

allmountainski

Tief in die Freiheit

Wenn du nur noch so schnell wie möglich abseits des allgemeinen Geschehens unterwegs sein willst – dann passt ein Freerider. Er ist deutlich weniger tailliert als ein Pistenski, dafür mit bis zu 130 Millimeter noch wesentlich breiter als das All-Mountain-Modell. Und er ist ein stark ausgeprägter «Rocker». Was heisst das? Andere Modelle sind in der Mitte nach oben gewellt, der Beleg bekommt erst durch dein Gewicht Kontakt mit dem Schnee. «Rocker» liegen in der Mitte immer auf dem Schnee, dafür sind die Spitzen und Enden nach oben gebogen – was auf der Piste wenig hilft, verleiht dem Ski im Tiefschnee die Gleitfähigkeit eines Surfboards.

tourenski

Auf Touren kommen

Und wenn du nicht mal mehr die Welt der Lifte und Seilbahnen mitbenutzen magst, dann sind Tourenski die richtige Wahl. Der grösste Unterschied ist hierbei die Bindung: Sie kann mit einem Klick auf Aufstiegsmodus umgestellt werden, dann ist der (ebenfalls spezielle) Skischuh nur noch ganz vorne fixiert und die Ferse kann hochgezogen werden. Die Ski selbst sind von normalen Carvern vom Auge her kaum zu unterscheiden, ausser dass sie manchmal etwas breiter sein können. Was aber entscheidend ist: Das Gewicht ist deutlich geringer als bei allen anderen Modellen, schliesslich gibt es auf Touren immer wieder mal Strecken und Hindernisse, die ein Tragen auf den Schultern erzwingen.

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